Медицинская клиника Ортоник
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Osteoporose

Die Osteoporose (v. altgr. P00;`3;`4;^1;_9;_7; „Knochen“ und `0;Q82;`1;_9;`2; „hart“) ist eine häufige Alters-Erkrankung des Knochens, die ihn für Brüche (Frakturen) anfälliger macht. Die auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine geringe Knochenmasse und den übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz und -struktur. Die erhöhte Frakturanfälligkeit kann das ganze Skelett betreffen.

An der Erkrankung leidet fast die Hälfte der über 70-jährigen (Frauen mindestens zwei Mal so häufig wie Männer), doch kann sie in Zusammenhang mit Calciummangel oder anderen Krankheiten auch schon in jüngeren Jahren auftreten.

Häufige Folgen der Osteoporose sind Knochenbrüche. Nach Häufigkeit sortiert sind dies:

  • Wirbelkörper-Einbrüche (Sinterungen)
  • Hüftgelenks-nahe Oberschenkelknochenbrüche (u. a. Schenkelhalsfraktur)
  • Handgelenks-nahe Speichenbrüche (distale Radiusfraktur)
  • Oberarmkopfbruch ( subcapitale Humerusfraktur)
  • Beckenbruch


Normaler Knochen Osteoporotischer Knochen




Die Osteoporose betrifft vor allem:
  • Frauen in der Postmenopause( jede dritte Frau über 50 leidet an Osteoporose)
  • Frauen und Männer über 70.
  • Patienten, die eine Glykokortikoidtherapie erhalten( bei Bronchilasthma, Rheumatoiden Erkrankungen), die Laxantien, Diuretika und Heparin einnehmen
  • Frauen mit Störungen des Menstruationszykles, Amenorrea
  • Patienten, die für lange Zeit immobilisiert bleiben, nach Polytraumen oder schweren orthopädischen Eingriffen.
  • Patienten mit rheumatoiden Erkrankungen.
  • Patienten mit endokrinologischen Erkrankungen( Hyperthyreose, Diabete mellitus, Morbus Cushing)
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen.
  • Patienten mit Nierenerkrankungen, mit Niereninsuffizienz.

    Risikofaktoren:
    • Rauchen
    • Alkohol und Kaffeabusus
    • Immobilität
    • Mangel an Ca besonders bei Kindern.
    • Laktoseintoleranz
    Schenkelhalsfraktur Wirbelkörperfrakturen


    Diagnostik

    Zur Diagnose wird die Knochendichtemessung herangezogen, bei der der T-Wert ermittelt wird. Dies ist ein statistischer Wert, der einen Vergleich des gemessenen Knochendichtewertes mit der Population junger erwachsener Frauen und eine Aussage zum Bruchrisiko ermöglicht. Zur Messung der Knochendichte (BMD - engl. für bone mineral density) stehen verschiedene Techniken zur Verfügung: Am meisten verbreitet ist die Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA oder DEXA - engl. dual-energy-x-ray-absorptiometry). Auf ihr basiert auch die Definition der WHO und mit ihrer Hilfe wird der T-Wert ermittelt. Eine weitere Methode stellt die quantitative Computertomographie (QCT bzw. pQCT) dar. Die Messung der Knochendichte mittels Ultraschall, dem sogenannten quantitativen Ultraschall (QUS) ist höchst umstritten und nur in ganz wenigen Fällen überhaupt aussagekräftig. Die Aussagekraft für DXA und QCT ist hingegen gut belegt.

    Krankheitsverlauf und Prognose

    Die Osteoporose ist eine zunächst unmerklich verlaufende Erkrankung, die aber im Fall von Knochenbrüchen, insbesondere bei alten Menschen, eine hohe Krankheitsbelastung (Schmerzen, Bettlägerigkeit, manchmal dauerhafte Immobilisierung) bedeutet.

    Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Osteoporose. Zur wesentlich häufigeren primären Osteoporose zählen die postmenopausale (oder postklimakterische) Osteoporose und die Altersosteoporose (Involutionsosteoporose). Die sekundäre Osteoporose tritt unter anderem als Folge von Stoffwechselerkrankungen oder hormonellen Störungen auf.

    Man geht davon aus, dass etwa 30 % aller Frauen nach dem Klimakterium an primärer Osteoporose erkranken. Für Männer ist ab dem 70. Lebensjahr die Altersosteoporose ein ebenso häufiges Krankheitsbild. Typische Merkmale der Osteoporose sind eine Abnahme der Knochenmasse und Verschlechterung der Knochenarchitektur sowie als deren Folge eine Abnahme der Knochenstabilität. Dies führt zu einer erhöhten Gefahr von Knochenbrüchen. Knochenbrüche bei Osteoporose finden sich insbesondere an den Wirbelkörpern der Wirbelsäule, am Oberschenkelhals und am Handgelenk. Die Heilung von Knochenbrüchen bei Osteoporose ist nicht gestört, der Zeitrahmen ist der gleiche wie bei nicht erkrankten Menschen. Die Folgen der Brüche können jedoch vor allem bei Älteren nachhaltig sein und durch Folgeerkrankungen wie Lungenentzündung oder Lungenembolie zum Tode führen.

    Behandlungsmöglichkeiten und Prävention

    Ernährung

    Zur Prävention trägt eine vermehrte Calcium-Aufnahme von etwa 1 g/Tag bei (Basistherapie DVO).

    Als Bestandteil der Basistherapie empfehlen die internationalen Leitlinien ferner die Einnahme von Vitamin D (Ergo- und Cholecalciferol, nicht aber Metabolite wie 1-alpha- oder 1,25-Dihydroxy-Vitamin D). Starker Alkohol- und Tabakkonsum soll vermieden werden.

    Pharmakotherapie
    • Bisphosphonate (Alendronat, Ibandronat und Risedronat, (Handelsnamen Fosamax®, Fosavance®, Bonviva®; und Actonel®)
    • Selektive ÖstrogenRezeptorModulatoren (SERM): Raloxifen (Handelsname Evista ®) (nur zur Verhinderung von Wirbelkörperfrakturen)
    • Parathormon (Parathormon, Handelsname Preotact® und Teriparatid = Parathormonanalogon, für Spezialindikationen, Handelsname Forsteo®)
    • Strontiumranelat (Zulassung von Protelos® seit 2004; die Knochendichtemessungen zeigen durch die Einlagerung von Strontium höhere Werte, was aber für die Verlaufsbeurteilung in der Praxis nicht relevant ist). Aktuell liegen für Strontiumranelat die längsten kontrollierten klinischen Untersuchungen vor.
    • Calcitonin , kaum noch verwendet, der Nutzen ist schlecht belegt. Außerdem kommt es meistens zu schweren Allergiesymptomen bei der Behandlung.
    • STH (Wachstumshormon), kein Nutzen belegt; evtl. problematische Nebenwirkungen.
    • Fluoride (veraltet; entwickelt harte, aber spröde Knochen, die Stabilität wird nicht besser)
    • Östrogene werden seit der Kritik an der Hormonersatztherapie nur eingeschränkt für diese Indikation verwendet.
    • Vitamin D-Metabolite wie 1-alpha- oder 1,25-Dihydroxy-Vitamin D (Nutzen bei postmenopausaler Osteoporose nicht eindeutig belegt, teuer, problematische Nebenwirkungen; 1,25-Vitamin D ( Calcitriol) ist wirksam und indiziert bei bestimmten Knochenerkrankungen im Rahmen fortgeschrittener Nierenerkrankungen).
    Seit Oktober 2007 ist in Europa auch das Bisphosphonat Zoledronsäure zur Behandlung der Osteoporose zugelassen. Es wird als einmal jährliche Infusion angewandt. Bei der Erstellung der aktuellen Leitlinien zur Osteoporose lag diese Zulassung noch nicht vor.

    Verhinderung von Brüchen

    Eine effektive Methode, um osteoporotischen Oberschenkelhalsfrakturen vorzubeugen, ist der Einsatz von Hüftprotektoren.
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